Backpacking mit Morbus Crohn: mit gekühlten Medikamenten durch Spanien, Portugal und Marokko

Meine Eltern haben früher immer von ihren Reisen erzählt, und als ich 18 wurde, war ich endlich an der Reihe: mein erstes Interrail. Von diesem Moment an war es um mich geschehen. Zwischenjahre während meines Studiums, Praktika im Ausland, Jobs in Surfcamps, Wintersportcamps und Hostels. Jeder Urlaub wurde genutzt.

Im letzten Jahr meines Studiums habe ich so viele Stunden wie möglich gearbeitet, um für meine bisher größte Reise zu sparen: so lange wie möglich durch Süd- und Mittelamerika. Kein Enddatum, kein Plan, einfach los.

Und dann wurde ich plötzlich sehr krank. Es stellte sich heraus, dass ich Morbus Crohn habe. Ich lag mehrmals schwer krank im Krankenhaus, und in dieser Zeit konnte ich eigentlich nur an eines denken: Wie schaffe ich es, nächstes Jahr trotzdem zu reisen? Es musste vieles geregelt werden, und eine der größten Fragen war mein neues Medikament. Es muss gekühlt bleiben, und wie macht man das, wenn man monatelang mit dem Rucksack unterwegs ist?

Inzwischen bin ich zum Glück seit über sechs Monaten stabil. Letzten Sommer war ich zwei Monate mit dem Rucksack in Spanien und Portugal unterwegs, und gerade bin ich in Marokko. Es war schon eine Umstellung, aber es lief wirklich gut. Ohne meinen MediCooler hätte das nicht geklappt.

Bei Busfahrten und in Hostels konnte ich mein Medikament sicher und bei der richtigen Temperatur in der elektrischen Medikamentenkühlbox aufbewahren. Über die App hatte ich die Temperatur zusätzlich im Blick, was mir noch mehr Ruhe gab. Eine Busfahrt von ein paar Stunden war überhaupt kein Problem. Für längere Reisetage hat für mich eine Powerbank am besten funktioniert.

Jetzt beginnt endlich das Zwischenjahr, auf das ich mich so lange gefreut habe. Mit etwas Glück, einer guten Vorbereitung und meiner Medikamentenkühlbox im Rucksack kann meine große Traumreise jetzt doch stattfinden.

Bas

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